Gönser-Grund-Schule feiert den Weltkindertag mit sieben abwechslungsreichen Stationen

An der Gönser-Grund-Schule (GGS) stand der heutige Montag ganz im Zeichen der Kinderrechte. Als Kinderrechteschule begeht die GGS den Tag der Kinderrechte bereits seit vielen Jahren. In diesem Jahr lautete das Motto des Weltkindertages: **„Starke Kinder, starke Zukunft.“** Die Schülervertretung (SV) hatte dazu ein vielseitiges Programm mit sieben Stationen überlegt und die Lehrer haben die Stationen endgültig vorbereitet, an denen alle 130 Schülerinnen und Schüler teilnehmen konnten.

Der besondere Tag begann musikalisch. Die vierten Klassen eröffneten den Kinderrechtetag mit dem Lied „Starke Kinder“. Anschließend stellte die SV die einzelnen Stationen vor und erklärte, welche Angebote die Kinder erwarteten. Danach machten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Weg, um innerhalb von vier Schulstunden alle Stationen in ihrer eigenen Reihenfolge zu besuchen. Dabei konnten sie diese auch in ihrem eigenen Tempo erarbeiten, ausprobieren, spielen und kreativ werden.

An der Station „Ich kann gut …“, beschäftigten sich die Kinder mit ihren eigenen Stärken und Fähigkeiten. Sie überlegten, was sie besonders gut können und worauf sie stolz sind. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Talente der Schülerinnen und Schüler sind: Manche können gut malen oder basteln, andere helfen gerne, sind sportlich, können gut zuhören oder haben besondere Ideen. Die Station machte den Kindern bewusst, dass jeder Mensch eigene Stärken besitzt und dass diese wertvoll sind.

Kreativ wurde es bei „Kinder in der Zukunft“. An dieser Malstation durften die Schülerinnen und Schüler darstellen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Mit bunten Farben und viel Fantasie entstanden Bilder von zukünftigen Berufen, neuen Erfindungen und einer Welt, in der Kinder sicher, glücklich und frei leben können. Die Station lud dazu ein, Wünsche und Hoffnungen sichtbar zu machen und über die Zukunft nachzudenken.

Wer gerne knobelte, war bei „Starke Kinder – starker Kopf“ genau richtig. Verschiedene Knobelspiele forderten die Kinder heraus und regten zum logischen Denken an. Gemeinsam suchten sie nach Lösungen, probierten unterschiedliche Wege aus und unterstützten sich gegenseitig. Dabei zeigte sich: Ein starker Kopf bedeutet nicht nur, schnell die richtige Antwort zu finden, sondern auch, dranzubleiben, wenn eine Aufgabe zunächst schwierig erscheint.

Bewegung und Geschicklichkeit standen bei „Starke Kinder – starker Körper“ im Mittelpunkt. In der Turnhalle wartete ein Geräteparcours auf die Kinder. Sie balancierten, kletterten, sprangen und bewältigten verschiedene Bewegungsaufgaben. Die Station sorgte für viel Freude und zeigte, wie wichtig Bewegung für das körperliche Wohlbefinden ist. Gleichzeitig konnten die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Grenzen kennenlernen und erfahren, wie gut es tut, gemeinsam aktiv zu sein. Besonders beliebt war natürlich der Aufgabenteil mit den Rollbrettern.

Auch gesunde Ernährung war ein wichtiger Bestandteil des Kinderrechtetages. An der entsprechenden Station konnten die Kinder ein Müsli selbst vorbereiten. Sie schnippelten Obst und Gemüse und stellten daraus leckere Kreationen zusammen. Dabei erfuhren sie, dass gesunde Ernährung nicht nur wichtig für den Körper ist, sondern auch Spaß machen kann. Das gemeinsame Zubereiten und Probieren bot außerdem Gelegenheit, für manche Kinder neue Lebensmittel kennenzulernen.

Das Recht auf Spiel wurde an einer weiteren Station aufgegriffen. Die Kinder konnten verschiedene Spiele ausprobieren und gemeinsam Zeit verbringen. Dabei wurde deutlich, dass Spielen nicht nur unterhaltsam ist, sondern auch eine wichtige Bedeutung für die Entwicklung hat. Beim Spielen lernen Kinder, Regeln einzuhalten, Rücksicht zu nehmen, Konflikte zu lösen und miteinander zu kommunizieren. Außerdem stärkt gemeinsames Spielen die Gemeinschaft und sorgt für gute Laune.

An der siebten Station ging es um das „Kinderrecht des Jahres 2027″. Unter dem Gedanken „Wir sind alle gefragt“, konnten die Schülerinnen und Schüler eigene Ideen entwickeln und sich dazu äußern, welches Kinderrecht ihrer Meinung nach künftig besonders im Mittelpunkt stehen sollte. Die Kinder wurden ermutigt, ihre Meinung einzubringen und zu erkennen, dass Beteiligung ein wichtiges Kinderrecht ist. Schließlich betrifft die Zukunft alle – und ganz besonders die Kinder, die sie später gestalten werden.

Während des gesamten Vormittags herrschte in der Schule eine fröhliche und engagierte Atmosphäre. Die Kinder arbeiteten konzentriert, probierten Neues aus und unterstützten sich gegenseitig. Die verschiedenen Stationen boten für jeden etwas: Kreativität, Bewegung, gemeinsames Spielen, gesunde Ernährung, Denksport und die Auseinandersetzung mit den eigenen Rechten.

Zum Abschluss versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof. Gemeinsam sangen sie das Kinderrechtelied und ließen den besonderen Tag musikalisch ausklingen. Der große gemeinsame Abschluss machte noch einmal deutlich, dass die Kinderrechte für alle Kinder gelten und dass eine starke Gemeinschaft viel bewegen kann.

Das Resümee der Schülerinnen und Schüler fiel eindeutig aus: „Es war super – das kann gerne wiederholt werden!“ Der Kinderrechtetag an der Gönser-Grund-Schule war damit nicht nur ein abwechslungsreicher Schulvormittag, sondern auch ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie wichtig Kinderrechte, Mitbestimmung und Gemeinschaft sind.